1Was ist ein Tip und warum solltest du ihn selbst drehen?
Ein Tip, auch Roach oder Pappmundstück genannt, ist das kleine gerollte Stück Pappe am Ende deiner Selbstgedrehten. Es erfüllt gleich mehrere Aufgaben: Es stabilisiert das offene Ende der Zigarette, hält das Drehpapier in Form und verhindert, dass dir loser Tabak oder kleine Krümel in den Mund gelangen. Gleichzeitig sorgt der Hohlraum für einen kühleren, gleichmäßigeren Durchzug. Warum selbst drehen statt fertige Tips kaufen? Erstens ist es deutlich günstiger, denn ein Stück Pappe hast du fast immer zur Hand. Zweitens kannst du die Größe individuell anpassen, je nachdem ob du eine schlanke oder dickere Selbstgedrehte bevorzugst. Drittens lernst du dabei ein Stück Handwerk, das dir überall gelingt, auch wenn du gerade kein Filtertips-Heftchen dabei hast. Wer regelmäßig dreht, hat den Dreh schnell raus und braucht für einen sauberen Tip am Ende kaum noch zehn Sekunden.
2Das richtige Material: Tip-Pappe gegen normale Pappe
Die Wahl des Materials entscheidet maßgeblich über die Qualität deines Tips. Am besten greifst du zu einem speziellen Filtertips-Heftchen, wie du es bei Highpurchase findest. Diese Tip-Pappe ist exakt auf die richtige Stärke abgestimmt: dünn genug zum sauberen Falten, aber stabil genug, um die Form zu halten. Außerdem ist sie unbedruckt und frei von Beschichtungen, sodass beim Ziehen keine unerwünschten Stoffe gelöst werden. Notlösungen wie eine Visitenkarte, ein Bierdeckel-Stück oder die Klappe einer Zigarettenschachtel funktionieren grundsätzlich, sind aber oft zu dick, beschichtet oder bedruckt. Glänzende oder laminierte Pappe solltest du meiden, da Farbe und Beschichtung beim Erhitzen nichts in der Nähe deines Mundes verloren haben. Wenn du improvisieren musst, nimm möglichst unbehandelte, matte Pappe ohne Druckfarbe. Für ein dauerhaft gutes Ergebnis lohnt sich aber ein dünnes Heftchen Tip-Pappe, das in jede Tabakdose passt und lange reicht.
3Schritt für Schritt: der Ziehharmonika-Falz
Die beliebteste Technik ist der Ziehharmonika-Falz, der dem Tip im Inneren eine kleine Sperre verleiht. So gehst du vor: Reiße zunächst einen passenden Streifen aus dem Heftchen, etwa zwei bis drei Zentimeter breit. Beginne an einer kurzen Seite und falte einen schmalen Streifen von etwa drei Millimetern nach innen. Klappe ihn anschließend in die Gegenrichtung, sodass eine W- oder M-Form entsteht. Wiederhole das Hin und Her zwei- bis dreimal, bis du eine kleine Ziehharmonika aus mehreren Falten hast. Diese gefalteten Lagen bilden den inneren Kern, der Tabak zurückhält und trotzdem Luft durchlässt. Nun rollst du den restlichen, noch glatten Teil der Pappe straff um diese Ziehharmonika herum, bis ein gleichmäßiger Zylinder entsteht. Achte darauf, fest, aber nicht zu eng zu rollen. Den fertigen Tip steckst du dann in das offene Ende deines Drehpapiers, bevor du die Selbstgedrehte zudrehst.
4Die Spirale als Alternative und häufige Fehler
Nicht jeder mag die Ziehharmonika. Eine einfachere Variante ist die reine Spirale: Dabei rollst du den Pappstreifen einfach von Anfang an stramm zu einem kleinen Röhrchen auf, ganz ohne Falten. Das geht schneller, lässt aber mehr lose Krümel durch, weshalb sich oft eine winzige Innenfalte als Stopper empfiehlt. Bei beiden Methoden lauern typische Fehler. Rollst du zu locker, verliert der Tip seine Form und drückt sich beim Einsetzen zusammen. Rollst du dagegen zu eng, bekommst du kaum noch Luft durch und der Durchzug wird mühsam. Ein weiterer Klassiker ist ein zu breiter oder zu schmaler Streifen, der dann nicht zum Durchmesser deiner Selbstgedrehten passt. Übung hilft: Drehe ein paar Tips hintereinander und vergleiche, welcher sich beim Probeziehen am besten anfühlt. Mit der Zeit findest du die ideale Spannung zwischen Stabilität und Luftdurchlass.
5Tipps für besseren Durchzug und saubere Kanten
Ein paar Kleinigkeiten machen den Unterschied zwischen einem brauchbaren und einem richtig guten Tip. Für sauberen Durchzug gilt: Die Falten der Ziehharmonika sollten gleichmäßig sein, damit die Luft frei strömen kann, ohne dass Tabak hindurchrutscht. Rolle den äußeren Mantel so, dass die letzte Kante glatt anliegt und nichts absteht. Reißt du den Streifen, statt ihn zu schneiden, entstehen leicht ausgefranste Ränder, die du mit dem Fingernagel kurz andrücken kannst. Wer es exakt mag, schneidet die Pappe mit einer kleinen Schere zu, dann sind die Kanten perfekt gerade. Achte außerdem darauf, dass der Tip etwa den gleichen Durchmesser wie deine Selbstgedrehte hat, sonst zieht es entweder zu fest oder die Form rutscht. Steck den fertigen Tip immer zuerst ins Papier, bevor du Tabak einfüllst, das gibt der ganzen Selbstgedrehten Halt. Mit etwas Routine drehst du im Handumdrehen Tips mit sauberen Kanten und angenehmem Zug.
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