1Was ist ein Pollensieb?
Ein Pollensieb ist ein feinmaschiges Metallsieb, das im 4-teiligen Grinder zwischen der Auffangkammer und der untersten Kammer sitzt. Seine Aufgabe ist denkbar einfach und zugleich raffiniert: Es lässt nur die allerfeinsten Partikel deiner gemahlenen legalen Kräuter oder deines Tabaks hindurch und hält gröberes Material zurück. Während du dein Mahlgut in der oberen Kammer aufbewahrst, rieselt das ganz feine Pflanzenpulver nach und nach durch die winzigen Maschen in die unterste Kammer. Dieses feine Pulver wird umgangssprachlich Pollen genannt, ganz im Sinne von feinem Pflanzenstaub legaler Kräuter, ohne jeden weiteren Bezug. Das Sieb besteht meist aus rostfreiem Edelstahl, seltener aus Messing oder Kunststoff. Edelstahl ist langlebig, geschmacksneutral und leicht zu reinigen, weshalb hochwertige Grinder fast immer darauf setzen. Die Maschenweite entscheidet darüber, wie fein das durchgelassene Pulver ausfällt. Ein gutes Pollensieb ist gleichmäßig gespannt, verzieht sich nicht und sitzt fest im Gehäuse. Ohne dieses Sieb wäre ein Grinder lediglich ein einfaches Mahlwerk, mit ihm wird er zum mehrstufigen Sammelsystem, das das Feinste vom Groben trennt.
2Aufbau des 4-teiligen Grinders
Der 4-teilige Grinder besteht, wie der Name verrät, aus vier ineinandergreifenden Teilen, die übereinander gestapelt werden. Ganz oben liegt die Mahlkammer mit dem Deckel: Hier greifen scharfe, ineinandergreifende Zähne, die dein Material beim Drehen gleichmäßig zerkleinern. Unterhalb der Mahlkammer befindet sich der Siebboden, der mit kleinen Löchern versehen ist. Durch diese Löcher fällt das gemahlene Material in die darunterliegende Auffangkammer, die mittlere Sammelstation deines fertigen Mahlguts. Den Übergang von der Auffangkammer zur untersten Kammer bildet das bereits beschriebene Pollensieb. Es ist deutlich feinmaschiger als der Siebboden darüber. Ganz unten schließt die Pollenkammer den Grinder ab. In ihr sammelt sich über Tage und Wochen das feine Pflanzenpulver, das durch das Sieb gerieselt ist. Diese mehrstufige Bauweise unterscheidet den 4-teiligen Grinder vom 2-teiligen, der nur mahlt, und vom 3-teiligen, der lediglich eine Auffangkammer besitzt. Die Reihenfolge lautet also: Mahlkammer, Siebboden, Auffangkammer, Pollensieb, Pollenkammer. Jedes Teil hat seine klare Funktion, und erst das Zusammenspiel macht das Gerät so praktisch.
3Wie das feine Pulver gesammelt wird
Das Sammeln des feinen Pflanzenpulvers ist ein passiver Prozess, der ganz von allein abläuft. Jedes Mal, wenn du deine legalen Kräuter oder deinen Tabak mahlst, lösen sich winzige Partikel aus dem Material. Diese sind so fein, dass sie durch die Maschen des Pollensiebs in die unterste Kammer fallen. Auch beim normalen Transport und Schütteln des Grinders bewegt sich das feine Pulver nach unten. Mit jeder Nutzung wächst die Menge in der Pollenkammer ein kleines Stück. Geduld ist hier der Schlüssel: Es dauert je nach Mahlgut und Häufigkeit oft Wochen, bis sich eine sichtbare Schicht angesammelt hat. Manche Nutzer geben eine kleine, saubere Münze oder ein speziell dafür gedachtes Reinigungsstück in die Auffangkammer. Dieses bewegt sich beim Schütteln und hilft, mehr feines Pulver durch das Sieb zu treiben. Wichtig ist, dass das Material vor dem Mahlen trocken ist, denn feuchtes Mahlgut verklebt das Sieb und verstopft die Maschen. Das gesammelte feine Pulver ist besonders aromatisch und konzentriert. Du kannst es mit einem Pollenkratzer aus der untersten Kammer entnehmen und sparsam als feines Aroma-Pulver legaler Kräuter verwenden, ganz nach deinem Geschmack.
4Siebgrößen und Mikron erklärt
Die Feinheit eines Pollensiebs wird in Mikron angegeben, also in tausendstel Millimetern. Diese Zahl beschreibt die Größe der Öffnungen zwischen den Drähten des Siebgewebes. Je kleiner der Mikron-Wert, desto enger die Maschen und desto feiner das Pulver, das hindurchpasst. Gängige Pollensiebe bewegen sich grob im Bereich zwischen 75 und 200 Mikron. Ein feines Sieb mit niedrigem Mikron-Wert lässt nur die allerfeinsten Partikel durch und sorgt so für ein besonders reines, gleichmäßiges Pulver, sammelt dafür aber langsamer. Ein gröberes Sieb mit höherem Mikron-Wert füllt die Pollenkammer schneller, lässt jedoch auch etwas mehr Pflanzenmaterial mit durch, sodass das Ergebnis weniger fein ausfällt. Welche Größe für dich passt, hängt von deinen Vorlieben ab: Legst du Wert auf maximale Reinheit, wähle ein feineres Sieb. Möchtest du schneller sichtbare Mengen sammeln, ist ein etwas gröberes Sieb praktischer. Hochwertige Grinder geben die Maschenweite oft in der Produktbeschreibung an. Achte beim Kauf zudem auf gleichmäßig gewebtes Edelstahlgewebe, denn ungleichmäßige Maschen lassen unkontrolliert größere Partikel durch und mindern die Trennqualität spürbar.
5Reinigung und Pflege des Siebs
Damit dein Pollensieb dauerhaft gut arbeitet, braucht es regelmäßige Pflege. Mit der Zeit setzen sich Rückstände in den feinen Maschen fest und verringern die Durchlässigkeit. Das wichtigste Werkzeug ist ein weicher Pinsel: Viele Grinder werden mit einem kleinen Reinigungspinsel geliefert. Damit fegst du das Sieb von oben sanft ab und löst festsitzendes Pulver, ohne das empfindliche Gewebe zu beschädigen. Verwende auf keinen Fall harte Bürsten oder spitze Metallgegenstände, denn diese können die feinen Drähte verbiegen oder durchstoßen, was das Sieb dauerhaft unbrauchbar macht. Für eine gründliche Reinigung kannst du die einzelnen Grinder-Teile vorsichtig in hochprozentigem Reinigungsalkohol einweichen, der Rückstände löst. Lass danach alle Teile vollständig an der Luft trocknen, bevor du den Grinder wieder zusammensetzt, denn Restfeuchte verklebt das Sieb erneut. Wertvolles feines Pulver entnimmst du vorher mit einem Pollenkratzer oder Pollen-Presser, damit beim Reinigen nichts verloren geht. Ein gepflegtes Sieb arbeitet zuverlässig über Jahre. Reinige es je nach Nutzung etwa alle paar Wochen, dann bleibt der Durchfluss konstant und dein Grinder funktioniert wie am ersten Tag.
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